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Osteopathie

Osteopathie betrachtet den Körper als funktionelle Einheit.

Im Mittelpunkt steht nicht nur der Ort des Schmerzes, sondern die Frage, welche Bewegungseinschränkungen, Spannungen oder Fehlbelastungen im Körper zusammenwirken. Osteopathische Techniken können helfen, funktionelle Zusammenhänge zu behandeln und die Beweglichkeit verschiedener Körperstrukturen zu verbessern.

Osteopathie ist ein manuelles Untersuchungs- und Behandlungsverfahren. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Beweglichkeit, Spannung und Funktion verschiedener Körperstrukturen zusammenhängen. Dazu gehören Muskeln, Gelenke, Faszien, Bänder, Wirbelsäule und – je nach Beschwerdebild – auch angrenzende funktionelle Zusammenhänge im Körper.

In unserer Praxis wird Osteopathie als Teil der konservativen orthopädischen Behandlung eingesetzt. Ziel ist es, Funktionsstörungen zu erkennen, Beweglichkeit zu verbessern, Spannungen zu reduzieren und den Körper in seiner natürlichen Bewegungsfähigkeit zu unterstützen.

„Wir kranken an heilbaren Übeln und da unsere Natur zum Guten angelegt ist, so hilft sie uns, wenn wir heilen wollen.“

Seneca (ca. 4 vor Chr. – 65 nach Chr.)

Was bedeutet ganzheitliche Osteopathie?

Ganzheitliche Osteopathie bedeutet, Beschwerden nicht nur dort zu betrachten, wo sie spürbar sind. Schmerzen im Rücken, in der Schulter oder im Becken können mit Spannungen, Bewegungseinschränkungen oder Fehlbelastungen in anderen Körperregionen zusammenhängen.

Deshalb betrachten wir bei der Untersuchung nicht nur einzelne Gelenke oder Muskeln, sondern den Bewegungsapparat als funktionelle Einheit. Wichtig sind dabei unter anderem Beweglichkeit, Haltung, muskuläre Spannung, Faszien, Gelenkfunktion und mögliche Ausstrahlungen der Beschwerden.

Wann kann Osteopathie sinnvoll sein?

Osteopathische Techniken können bei verschiedenen Beschwerden des Bewegungsapparates unterstützend eingesetzt werden, zum Beispiel bei:

  • Rückenschmerzen
  • Nacken- und Schulterschmerzen
  • Bewegungseinschränkungen
  • muskulären Verspannungen
  • Beschwerden im Becken- oder Hüftbereich
  • funktionellen Gelenkbeschwerden
  • Kopfschmerzen, wenn muskuläre oder funktionelle Ursachen beteiligt sind
  • Beschwerden nach Überlastung oder Verletzung

Ob Osteopathie im Einzelfall sinnvoll ist, hängt immer vom Befund ab. Deshalb steht vor jeder Behandlung eine gründliche Untersuchung.

Wie läuft die osteopathische Behandlung ab?

Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden, Ihre Vorgeschichte und mögliche Auslöser. Anschließend erfolgt eine manuelle Untersuchung. Dabei werden Beweglichkeit, Spannungen, Schmerzpunkte und mögliche Zusammenhänge zwischen verschiedenen Körperregionen geprüft.

Je nach Befund kommen unterschiedliche osteopathische Techniken zum Einsatz. Diese können sanft mobilisierend, spannungslösend oder funktionell ausgleichend wirken. Ziel ist es, eingeschränkte Beweglichkeit zu verbessern, belastete Strukturen zu entlasten und die Körperfunktion zu unterstützen.

Die Behandlung wird individuell auf Ihre Beschwerden und Ihre körperliche Situation abgestimmt.

Rufen Sie uns gerne an – bei uns erreichen Sie persönlich jemanden. Während unserer Öffnungszeiten nimmt unser Team Ihren Anruf direkt entgegen und kümmert sich um Ihr Anliegen.

Man unterscheidet 3 Teilgebiete der Osteopathie

1. Craniosacrale-Osteopathie – ausgehend von dem Wissen um die Bedeutung der Verbindung vom Schädel zum Kreuzbein.

Die Craniosacrale Osteopathie ist eine sanfte manuelle Ganzkörpertherapie. Das Craniosacrale System umfasst den Schädel (Cranium), die Wirbelsäule und das Kreuzbein (Sacrum), innerlich die Hirnhäute (Meningen), den Duralsack und die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor). Hauptsächlich werden Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein behandelt. Durch Muskel-, Bindegewebs- oder Stoffwechselerkrankungen, Entzündungen, Unfälle usw. kann die Beweglichkeit und Funktion des Liquorflusses und des Craniosacralen Systems mit allen daran gebundenen Strukturen beeinträchtigt werden.

Bei der Craniosacralen Therapie werden Verletzungen, Blockaden und Funktionsstörungen im Körper erspürt. Der Behandler korrigiert mit sanftem Händedruck. Ziel der Behandlung ist, die ursächlichen Krankheitsfaktoren aufzulösen oder abzuschwächen, freie Beweglichkeit von Gelenken und Faszien wiederherzustellen, die Austauschprozesse der gesamten Körperflüssigkeiten zu normalisieren, das autonome Nervensystem auszugleichen, Harmonisierung der Körperstatik, die Vertiefung der Atmung, das Immunsystem des Körpers zu stärken. Somit werden die Selbstheilungskräfte aktiviert.

Indikationen zur Behandlung sind z. B.:

2. Viscerale Osteopathie – ausgehend von den Organen

Was ist eine Viscerale Osteopathie? Durch seine embryologische Entwicklung bedingt hat jedes Organ eine von anderen Organen unabhängige innerliche und räumliche Beweglichkeit. Diese Beweglichkeit wird bei der osteopathischen Beurteilung als Parameter der Organdysfunktion benutzt. Ziel der Behandlung ist es die Reflexmechanismen eines Organs wiederherzustellen, indem das Organ mobilisiert wird, d.h. aus seiner „Fehlstellung“ herausgehoben, herausgezogen (direkt) oder provokativ die Problematik verstärkt, um damit seine Verbindungs- und Ernährungsquellen (Gefäße und Nerven) zu stimulieren (indirekte Techniken). Dies aktiviert wieder die Eigendynamik des jeweiligen Organs.

Indikationen zur Behandlung sind z. B.:

3. Myofasciale Osteopathie – ausgehend vom Bewegungsapparat (Wirbelsäule, Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder)

Was ist eine Myofasciale Osteopathie?

Das Wort Myofascial setzt sich aus myo (Muskel) und Faszie (Umhüllung von Körperstrukturen) zusammen. Faszien sind bindegewebige Umhüllungen von Organen. Sie kleiden nicht nur Brust- und Bauchhöhle aus, sondern umhüllen auch Knochen, Muskeln, Sehnen und Gefäße. Alle Faszien sind untereinander verbunden. Sie regulieren und übertragen Körperspannungen. Verspannungen in einzelnen Muskeln oder Muskelgruppen können Folgen für den ganzen Körper haben. Der Behandler ertastet die Stelle der größten Bewegungsbeeinträchtigung und nähert dann vorsichtig die beiden Enden der gespannten Struktur einander an. Auf diese Weise werden die benachbarten Gewebe wieder besser durchblutet und haben eine bessere Gleitfähigkeit.

Indikationen zur Behandlung sind z. B.: